Dummy-Training

Beim Dummy-Training werden Hunde im Gelände zum Apportieren ausgebildet, wobei statt der angeschossenen oder toten Jagdbeute eine Attrappe (Dummy = gefüllter Sack mit einem Gewicht von mindestens 500g) verwendet wird. Ursprünglich (und auch heute noch) wurden so die Retriever für die Jagd auf Wasservögel vorbereitet.

Als Fundament dient das (Begleithund-mässige) Apportieren. Dummy-Training geht aber noch weiter:

  • das Markieren: Der Hund beobachtet die Flugbahn des "geschossenen Vogelwildes" und merkt sich die Fallstelle. Danach wird der Hund geschickt, das Dummy auf direktem Weg zu apportieren. Dazu gehört auch, dass Hund sich mehrere Fallstellen gleichzeitig über einen längeren Zeitraum merken muss (wie beim Standtreiben), um dann die Dummies nacheinander zu bringen.
  • das Einweisen: Der Hundeführer lenkt seinen Hund mit Stimme, Pfiffen und Handzeichen in geraden Linien und rechten Winkeln zum Dummy. Der Hund muss also auf weiten Strecken exakt auf die Anweisungen und Richtungsangaben reagieren.
  • die Verlorensuche: Hier weiss nun auch der Hundeführer nicht genau (zumindest bei Working Tests), wo die Dummies liegen. Im Suchgelände sind also mehrere Dummies verteilt. Von einer Grundlinie aus schickt der Hundeführer seinen Hund zur Verlorensuche. Sobald der Hund einen Dummy findet, soll er es aufnehmen und auf direktem Weg zurückbringen, bevor er wieder losgeschickt wird. 
    Die Grundlage der Verlorensuche kommt natürlich auch aus der Entenjagd: Der Hundeführer sieht dort ja auch nicht immer, wo die Ente genau gefallen ist. Das Gelände wird dann vom Retriever selbstständig und systematisch abgesucht. 

Das Gelernte kann dann bei Working Tests (jagdnahe Aufgaben) und Dummy Prüfungen (sportlicher) gezeigt werden.  

 

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